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EDUCATION FOR
SUSTAINABLE DEVELOPMENT


 



Geographie, Umwelterziehung und Bildung zur Nachhaltigkeit

Unterrichtshilfen zur Umwelterziehung im Fach Geographie der   Sekundarstufen I und II


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Verband Deutscher Schulgeographen e.V., Landesverband Berlin

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Diese Studie wurde im Auftrag des Umweltbundesamtes
im Rahmen des Umweltforschungsplanes erstellt
und mit Bundesmitteln finanziert, 1999

Projektleitung und Autoren:
Dieter Gross
Dr.Heinz W. Friese
Dr. Helmut Hohmann (Lektorat)

Textverarbeitung, Layout, Fertigstellung:
Claudia Ninow,
Elke Elsing
Dirk Lehmann (Erstellung CD-ROM, Geographie und zukunftsfähige Bildung, März 2002)
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   Projekt

National und international wurden Umfang, Intensität und Intention
ökologischer Bildung im Unterrichtsfach Geographie erfasst; besondere
Beachtung fanden fach- und fächerübergreifende Fragestellungen.
Gründe für eine notwendig gewordene Bildungsreform und Beiträge
der Geographie sowie auch anderer Fächer zur Umwelterziehung
und zur Umsetzung des Prinzips 'nachhaltige Entwicklung',
um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen
begegnen zu können.

Vorstellung eines didaktischen Konzepts, das sowohl 'systemisches Denken'
als auch Entwicklungen im Rahmen der internationalen Umweltkommunikation
einbezieht, um dem werteorientierten Leitbild von 'globaler Verantwortungskompetenz'
und von der 'Bewältigung von Zukunftsaufgaben' gerecht zu werden.
Dieses integrativ ausgerichtete Konzept wurde durch eine Anleitung
zur didaktischen Vernetzung konkretisiert, die dies inhaltlich und raumbezogen
am Thema "Europa" aufzeigt:ESD Curriculum

   Fachliche und didaktische Grundlagen

1. Fachliche und didaktische Grundlagen
unter anderem

1.1 Geographie als Umweltwissenschaft

1.2 Neue Herausforderungen an die Umwelterziehung

1.2.2 Neue Impulse für die Entwicklung der ökologischen Bildung im Geographieunterricht

Die Diskussionen zur Didaktik der Umwelterziehung und Bildung zur
nachhaltigen Entwicklung haben in den letzten Jahren ergeben,
dass Umwelterziehung und die Umsetzung des Prinzips Nachhaltigkeit

(1) entsprechend der jeweiligen Thematik sowohl fachspezifisch
als auch fächerübergreifend anzulegen sind und sich zielgerichtet
unterschiedlicher Unterrichtsverfahren bedienen müssen
(vgl. KMK - Beschlüsse; 1980, 1992),

(2) geeignete neue wissenschaftliche Inhalte, Methoden
und Verfahrensweisen, sofern sie sich pädagogisch
angemessen einsetzen lassen, aufgreifen und nutzen sollen,

(3) neben der geoökologischen Thematik und Problematik
auch die kulturräumliche und ökonomische in ihren
wechselseitigen Zusammenhängen behandeln müssen
(Prinzip Vernetztheit und systemisches Denken),

(4) die Prinzipien der Nachhaltigkeit, die Balance von
Ökonomie und Ökologie und die Problematisierung der
technisch-ökonomischen Machbarkeit besonders zu
beachten haben,

(5) Globales Lernen und 'Transnationale Mobilität'
berücksichtigen müssen und

(6) auf sicheren und gründlichen Kenntnissen und
Einsichten aufbauend auch Verantwortungsbewusstsein,
zielgerichtete und zweckmäßige Handlungsbereitschaft
wecken und fördern sollen, um Zukunftsfähigkeit
zu erlangen (Prinzip Zukunftsbezug).

1.3 Integrative Betrachtungsweisen und das
Prinzip Nachhaltigkeit im
Geographieunterricht

1.3.1 Integrative Betrachtungsweisen - Voraussetzung für "Neues Denken" und "Globales Lernen"

1.3.2 Das Prinzip Nachhaltigkeit im Geographieunterricht

Zahlreiche Übersichten, u.a.

Übersicht 2    Der Begriff der Nachhaltigkeit in der internationalen und nationalen Umweltkommunikation

 Übersicht 3     Umwelterziehung und Bildung zur Nachhaltigkeit im Geographieunterricht – wesentliche Impulse

 Übersicht 4     Entwicklungsschritte der Umwelterziehung in Japan

 Übersicht 5     Die Berücksichtigung des Leitbilds Nachhaltige Entwicklung im Geographieunterricht

 Übersicht 7      Didaktisches Vernetzungssystem und Verfahren zur Umsetzung des Prinzips Nachhaltige Entwicklung


     Wege und Zielsetzungen

Wege und Zielsetzungen der Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung

Das vorliegende F+E-Vorhaben (1992) hat, ausgehend vom integrativen Ansatz des Faches, das Leitbild der Agenda 21 in einem Modellcurriculum (1994) so umgesetzt, dass u.a. systemisches Denken und globale Verantwortungskompetenz Berücksichtigung fanden. Dieser Ansatz fand international große Beachtung und Eingang in die Lehrpläne sowie Ausbildung mehrerer Länder.

Siehe internationale Stellungnahmen:
http://www.dgross-sustainable.de/comeuro.htm

Bei dem im Vorhaben enthaltenen Unterrichtsprojekten kam es nicht so sehr auf die unmittelbare Umsetzbarkeit der konkreten Einzelbeispiele an, zumal diese die erhebliche Differenzierung der Unterrichtswirklichkeit in Europa widerspiegeln, als vielmehr auf Methoden, mit denen das Prinzip Nachhaltigkeit umgesetzt werden kann. Das Leitbild Nachhaltigkeit wird heute als Suchprozess verstanden, in dem ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen den menschlichen Bedürfnissen einerseits und der Kapazität der Erde andererseits angestrebt wird. Dabei wurden folgende Kriterien berücksichtigt

# Verantwortungskompetenz einfordern
# Entscheidungsstrukturen offen legen
# Solidarität praktizieren
# Kulturelle Diversität bewusst machen
# Systemisches Denken anwenden

     Unterrichtsbeispiele

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Siehe auch

Geographie, Umwelterziehung und Bildung zur Nachhaltigkeit”
Gross D.  und H.W. Friese

Ergebnisse des F+E-Vorhabens
Unterrichtshilfen zur Umwelterziehung im Fach
Geographie der Sekundarstufen I und II”

in:
GuiD, Geographie und ihre Didaktik, Heft 3 und 4 ,
2000